2008

Die zweiten von den Oldtimerfreunden aus dem Kali-Werra-Revier organisierten Oldtimertage waren ebenso erfolgreich wie die im vergangenen Jahr.
Rund 300 Aussteller rollten mit ihren liebevoll aufgepeppten Fahrzeugen am Wochenende an und erregten das Interesse zahlreicher Zuschauer. Aus der Hansestadt Bremen kam die Familie Schröder und hatte damit die weiteste Anreise auf sich genommen. Der weiträumige Platz am Truck-Stop in Kieselbach bot ideale Bedingungen für die Präsentation der Schmuckstücke.Viele der aufpolierten Zwei- und Vierräder haben schon acht Jahrzehnte auf dem Buckel. Im strahlenden Sonnenschein blitzten die Fahrzeuge, als hätten sie gerade die Fabrik verlassen.

Selbst am Samstag riss bei verhangenem Himmel der Pilgerstrom nicht ab. Auftakt der Oldtimertage war eine Ausfahrt rund um den Krayenberg, die vom Fahrzeugkonvoi der „Motorradfreunde Krayenburg“ begleitet wurde. 27 Zwei- und Vierradfahrer nahmen an der Ausfahrt teil. Ebenfalls am Samstag machte ein Konvoi Dixis, der sich auf der Fahrt nach Eisenach befand, in Kieselbach Station.Aufsehen erregte neben vielen anderen Nostalgie-Rädern die in mühevoller Kleinarbeit restaurierte Schüttow, Baujahr 1924, des Kieselbacher Motorradfreunds Walter Leinhos. Seit 40 Jahren ist das Fahrzeug im Besitz des 73-Jährigen. Baujahr 1929 ist die Zündapp des Kaiserodaers Uwe Steinerstauch. „Unser Ziel ist es, neben dem Spaß historische Maschinen für nachkommende Generationen zu erhalten, die sonst auf dem Schrott gelandet wären“, sagte Uwe Steinerstauch. Aus dem Jahr 1930 stammt das von den deutschen Industriewerken Berlin gebaute D-Rad von Reiner Müller, das über 20 PS verfügt und 120 Kilometer pro Stunde fährt.

Zur zweiten Auflage der Oldtimertage waren wesentlich mehr Zweiräder als im vergangenen Jahr zu sehen. Daneben erregte eine Vielzahl von Autos (VW Käfer, F 8, Wartburg und Trabant) und Schleppern das Interesse der Besucher. Mc Cormic, Aktivist, Massey Ferguson und Lanz waren nur einige der schmucken Nostalgiefahrzeuge. Praktisch fabrikneu präsentierten sich die ehemals unentbehrlichen landwirtschaftlichen Fahrzeuge. Viele der Traktoren waren mit Landes- und Bundesfahnen, Blumen und Sprüchen geschmückt. Inmitten zahlreicher Motorsportfreunde erklärte Jörg Leinhos technische Details der Zweirad-Maschinen und beantwortete eine Vielzahl von Fragen.Die etwa 30 Motorradliebhaber der Interessengemeinschaft Motorradfreunde KaliWerra-Revier aus dem gesamten Kreisgebiet bis in die Rhön kamen auf zahlreichen Motorrad- oder Schleppertreffen zusammen. Dabei wurde die Idee geboren, eine Interessengemeinschaft zu gründen und selbst ein Treffen zu organisieren. Dass auch das zweite Oldtimertreffen so erfolgreich war, freute die Organisatoren um Jörg Leinhos und Reiner Müller besonders. Nicht zuletzt war der große Erfolg einer ausgezeichneten Planung zu verdanken, die auch die perfekte Versorgung der Gäste mit Speisen und Getränke mit einschloss. Und Berthold Krug, dem Chef der Agrargenossenschaft, der das Truck-Stop-Gelände wie im vergangenen Jahr für die Oldtimertage zur Verfügung stellte. (Text: Monika Gebhardt)

 

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